Zwerghamster

Zwerghamster, die Kleinsten unter den Kleinen, sehen aufgrund ihrer geringen Größe und ihrer schwarzen Kulleraugen unter allen Hamstern am niedlichsten aus. Der ursprünglich aus Sibirien, der Mongolei und Asien stammende Zwerghamster weist viele Gemeinsamkeiten zu anderen Hamsterarten, aber auch einige Unterschiede zu diesen auf.

Auch Zwerghamster sind Einzelgänger

Während beim Goldhamster und beim Teddyhamster meistens akzeptiert wird, dass diese Einzelgänger sind, glauben viele, dass man Zwerghamster in kleinen Gruppen zusammen halten kann. Dabei brauchen auch Zwerghamster ein eigenes Gehege, selbst dann, wenn sie für eine gewisse Zeit andere Artgenossen in ihrem Käfig akzeptieren. Spätestens dann, wenn sie in die Pubertät kommen, liefern sich Zwerghamster nicht selten blutige und mitunter tödlich endende Revierkämpfe mit ihren Artgenossen. Deshalb sollte von Anfang an an ein eigenes Gehege gedacht werden.

Äußere Charakteristika des Zwerghamsters

Optisch gesehen unterscheiden sich Zwerghamster sehr stark von anderen Hamstern. So erreichen sie, je nach Art, nur eine Körperlänge von 7 bis 11 cm. Mit einem Gewicht von 20-40 g sind sie relativ leicht. Je nachdem, ob man sich für einen Dsungaren, einen Chinesischen Streifenhamster, einen Campbell oder einen Roborowski Zwerghamster entscheidet, weisen die kleinen Nager unterschiedliche Fellfarben auf.

Merkmale des Zwerghamsters

Allen gemein ist aber ihr schwach ausgebildetes Sehvermögen, weshalb sich die quirligen Gesellen recht häufig erschrecken, wenn man sich ihnen zu schnell nähert. Gerade einmal 15 cm weit können die kleinen Hamster sehen, dabei nehmen sie außerdem nur Bewegungen sowie Unterschiede in der Helligkeit wahr. Dafür sind sie echte Musterschüler im Schnuppern. Ihren Halter erkennen sie deshalb vor allem am Geruch. Unverkennbar für Zwerghamster sind auch ihre Backentaschen, in die ziemlich viel hineinpasst.

Speiseplan – am liebsten bunt und abwechslungsreich

Wildsamen, Feinsämereien, Kräuter und andere Grünpflanzen sind die Futter-Hauptbestandteile bei der Ernährung von Zwerghamstern. Sie lieben Abwechslung auf dem Speiseplan, weshalb man ihnen bei Obst und Gemüse eine besonders bunte Vielfalt anbieten sollte. Da Zwerghamster zur Entwicklung einer Diabetes neigen, sollte bei der Fütterung jedoch eher Gemüse als Obst im Vordergrund stehen. Ebenso nicht vergessen werden dürfen Eiweißquellen, wie Quark oder Mehlwürmer. Zum Knabbern, Bauen und für Abwechslung sorgen Nüsse, Zweige mit Blättern, Hirsestangen sowie Heu.

Lebenserwartung

In Bezug auf die Lebenserwartung gibt es keine großen Unterschiede zwischen Zwerghamstern und Goldhamstern. Im Durchschnitt liegt ihre Lebenserwartung bei 2 1/2 Jahren. Durch eine artgerechte Haltung, Pflege und Fütterung steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die niedlichen Haustiere dieses Alter tatsächlich erreichen.

Nachtaktivität

Wie Goldhamster auch, sind Zwerghamster nachtaktiv, lassen sich sehr häufig also erst dann blicken, wenn die Sonne bereits untergegangen ist. Jedoch passen sich viele dem Rhythmus ihres Halters an und sind mitunter auch tagsüber fernab ihres Geheges auffindbar.

Klettermaxe und Buddel-Freunde

Zwerghamster sind ausgesprochen gute Kletterer, die ihre Umgebung aber auch gerne durch Buddeln in der Einstreu unterirdisch erkunden. Dabei legen sie sich nicht selten unterirdische Gänge an, wie es ihre wilden Artgenossen tun. Deshalb sollte daran gedacht werden, den Käfig mit mehrerer Zentimeter hoher Einstreu auszustatten.

Zwerghamster sind neugierige Gesellen

In Bezug auf das Verhalten gegenüber dem Menschen zeigen vor allem Dsungarische Zwerghamster wenig Scheu. Man sollte sich also nicht darüber wundern, wenn die neuen Mitbewohner neugierig auf die Hand ihres Halters klettern und sich bereitwillig hochnehmen lassen. Ihre Neugier ist auch ein Grund dafür, warum man bei der Käfigeinrichtung etwas kreativ sein und sich immer wieder Neues einfallen lassen sollte, um die kleinen Hamster zu beschäftigen.

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