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Chinesischer Streifenhamster: Steckbrief und Ratgeber zur Haltung der exotischen Hamsterart

Der Chinesische Streifenhamster, manchmal auch als Daurischer Zwerghamster oder einfach nur als Chinesischer Zwerghamster bezeichnet, gilt in den deutschsprachigen Ländern noch immer ein wenig als Exot unter den als Haustiere gehaltenen Hamsterarten. Mit Hilfe unseres Steckbriefs möchten wir diesen Zwerghamster genauer vorstellen. In unserem Ratgeber zur Haltung der süßen Nager erklären wir zudem, worauf es bei einer möglichst artgerechten Haltung ankommt.

Der Chinesische Streifenhamster Steckbrief

Lateinische Bezeichnung: Cricetulus griseus

Gattung: Der Chinesische Streifenhamster gehört zu den Grauen Zwerghamstern und ist damit kein Kurzschwanz-Zwerghamster wie zum Beispiel der Roborowski oder der Dsungare.

Größe: Diese Zwerghamsterart gehört mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 9 bis 12 Zentimetern zu den größten Vertretern. Hamstertypisch sind Männchen meist etwas größer als Weibchen.

Gewicht: Mit lediglich 20 bis 50 Gramm sind die Chinesischen Streifenhamster echte Leichtgewichte, die in Sachen Gewicht nur noch von Roborowski-Zwerghamstern unterboten werden.

Herkunft: Wie der Name dieser Hamsterart schon suggeriert, stammt der Chinesische Streifenhamster aus dem Norden Chinas beziehungsweise der Mongolei. Er kommt aber auch in anderen Teilen Ostasiens vor. So zum Beispiel im Süden Sibiriens oder in Nordkorea.

Lebenserwartung: Unter guten Haltungsbedingungen erreichen Chinesische Streifenhamster ein Alter von etwa 2 bis 3 Jahren.

Lebensweise: Die Chinesischen Zwerghamster bewohnen die trockenen Steppen und Halbwüsten Ostasiens. Die nachtaktiven Wühler leben in relativ einfachen Bauten, die mit 10 bis 50 Zentimetern vergleichsweise flach unter der Erde liegen.

Ernährung: In freier Wildbahn ernähren sich Chinesische Streifenhamster hauptsächlich von Kleinsämereien und Kräutern. Den natürlichen Speiseplan ergänzen gelegentlich Insekten und ihre Larven.

Besonderheiten: Obwohl ihr Name etwas anderes vermuten lässt, haben Chinesische Streifenhamster tatsächlich nicht mehr Streifen im Fell als andere Zwerghamster, sondern ebenfalls nur den hamstertypischen sogenannten Aalstrich auf dem Rücken. Auffällig hingegen ist ihr vergleichsweise langer Schwanz, der etwa 2 bis 3 Zentimeter lang ist. Chinesische Streifenhamster gelten zudem als die besten Kletterer unter allen Hamsterarten.

Chinesischer Streifenhamster: Haltung & Pflege

Wenn es um die Haltung von Chinesischen Streifenhamstern geht, sollte man nicht vergessen, dass die Tiere ihr ganzes Leben in Gefangenschaft verbringen. Aus diesem Grund sollte die Haltung möglichst artgerecht sein. Nur so ist gewährleistet, dass es den Wühlern an nichts fehlt und sie nicht krank werden. Dies ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die pelzigen Gesellen ihr maximales Alter auch tatsächlich erreichen können.

Artgerechter Käfig

Besonders wichtig im Zusammenhang mit einer artgerechten Haltung ist ein Käfig, der den Anforderungen eines Chinesischen Streifenhamsters entspricht. Ein artgerechter Käfig samt Einrichtung sollte deshalb möglichst dem natürlichen Habitat der Tiere nachempfunden sein. Das heißt für das Gehege vor allem erst einmal, dass es nicht zu klein sein darf.

Die Mindestmaße eines Käfigs für Chinesische Streifenhamster betragen 100 x 50 x 50 Zentimeter (Länge x Breite x Höhe). Viele im Zoohandel angebotenen Hamsterkäfige sind zu klein und für eine artgerechte Haltung deshalb ungeeignet. Da die Tiere ihr ganzes Leben in ihrem Gehege verbringen sollen, ist es ratsam, nicht ausgerechnet beim Käfig sparen zu wollen.

Gesunde Ernährung

Chinesische Streifenhamster erkranken sehr leicht an Diabetes, weswegen der richtigen Ernährung eine große Rolle zukommt. So sollte man den Nagern nur sehr wenig süßes Obst zur Verfügung stellen und am besten ganz auf Zuckerzusätze im Hauptfutter verzichten. Sofern Chinesische Streifenhamster an Diabetes erkranken, äußert sich dies durch einen meist deutlichen Gewichtsverlust, eine vermehrte Wasseraufnahme und eine Trübung der Augenlinse.

Zähmung

Allgemein gelten Chinesische Streifenhamster als sehr gutmütig und werden deswegen auch häufig handzahm. Dies erleichtert auch die Pflege der Tiere. Einige Exemplare können – für einen Hamster – regelrecht als verschmust angesehen werden. Manche der kleinen Wühler klammern sich gern an einem ausgestreckten Finger ihres Halters fest und signalisieren damit, dass ein Hochnehmen ok ist. Wie bei allen Hamstern gilt jedoch: Richtige Kuscheltiere sind sie nicht.

Einzelhaltung

Zwar ist der Chinesische Streifenhamster ebenso wie alle anderen Hamsterarten in der Natur ein Einzelgänger und sollte deshalb auch einzeln gehalten werden, jedoch ist auffällig, dass sich Streitigkeiten bei ihnen nicht so schnell entwickeln wie bei anderen Zwerghamstern.

Häufige Fragen zum Chinesischen Streifenhamster

Einige Fragen werden zum Chinesischen Streifenhamster häufiger gestellt. Wir haben an dieser Stelle einige dieser Fragen gesammelt und beantwortet.

Ist ein Chinesischer Streifenhamster ein Zwerghamster?

Ja, auch der Chinesische Streifenhamster gehört zur Gruppe der Zwerghamster. Da diese Hamsterart allerdings einen mit 2 bis 3 Zentimetern vergleichsweise langen Schwanz besitzt, zählt sie zu den Grauen Zwerghamstern und nicht zu den Kurzschwanz-Zwerghamstern, wie etwa Campbell oder Dsungare.

Kann man Chinesische Streifenhamster zusammen mit anderen Hamsterarten in einem Käfig halten?

Nein, denn alle Hamster sind von Natur aus Einzelgänger, die in ihrem Revier außer zur Paarung keine Artgenossen dulden. Dies gilt im Besonderen auch für andere Hamsterarten, die ebenfalls vertrieben oder sogar bekämpft werden. Jeder Chinesische Streifenhamster braucht deshalb seinen eigenen Käfig.

Gehört der Chinesische Streifenhamster zu den bedrohten Tierarten?

Laut der Weltnaturschutzunion IUCN ist der Chinesische Streifenhamster als einzige Hamsterart nicht gefährdet und wird deshalb auch nicht auf der Roten Liste der bedrohten Arten geführt.

Wo kann man Chinesische Streifenhamster kaufen?

Chinesische Streifenhamster sind im deutschsprachigen Raum vergleichsweise selten anzutreffen. Entsprechend schwierig kann es sein, an einen solchen Winzling zu gelangen. In den bekannten Zooläden wie Fressnapf, Dehner, etc. findet man diese exotische Zwerghamsterart nicht so häufig. Und auch in Tierheimen warten sie eher selten auf ein neues Zuhause. Die besten Chancen hat man, wenn man sich direkt an einen Züchter wendet. Auch in den bekannten Hamster-Nothilfen werden manchmal Streifenhamster vermittelt.

Was kostet ein Chinesischer Streifenhamster?

Chinesische Streifenhamster sind meist etwas teurer als andere Hamsterarten. Das liegt daran, dass sie aufgrund ihres Exotenstatus seltener und schwieriger zu bekommen sind. Manchmal findet man Chinesische Streifenhamster auch im lokalen Tierheim. Hier fallen meist die regulären Vermittlungsgebühren für Hamster / Kleintiere von etwa 10 Euro an. Beim Züchter hingegen muss man mit etwa 20 bis 50 Euro pro Tier rechnen.

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