Einen Hamster kaufen

Bevor man sich zu einem Hamsterkauf entschließt, sollte man sich im Vorfeld über einige Dinge klar sein. Nur so kann gewährleistet sein, dass man selbst Spaß an seinem Hamster haben wird und es diesem in seinem neuen Zuhause auch gut gehen wird.

Überlegungen vor dem Hamsterkauf

Um sich wirklich sicher sein zu können, ob man mit einem Hamsterkauf sich selbst und dem Hamster einen Gefallen tut, sollte man sich so gut wie möglich über die richtige Hamsterhaltung informieren und abwägen, ob man dem Hamster das bieten kann, was er braucht. Denn auch ein Hamster ist ein Lebewesen, selbst wenn er noch so klein ist, und möchte auch so behandelt werden.

Abzuklären ist zum Einen der finanzielle Aufwand, der mit einem Kauf auf einen zukommen wird. Für die einmalige Anschaffung des Käfigs, des Hamsters selbst und die Grundausstattung muss man schon mit rund 150 Euro rechnen.

Eine nicht weniger wichtige Frage beschäftigt sich mit dem richtigen Standort des Käfigs. Der Hamster sollte mit seinem Käfig keinen Platz zugewiesen bekommen, an dem Zugluft herrscht. Zudem ist auf die Regulierung der richtigen Temperatur zu achten. Hamster können nur ein absolutes Temperaturminimum von 15 Grad Celsius hinnehmen, sonst fallen sie in den Winterschlaf. Im Sommer sollte man dem Hamster nicht mehr als 25 bis maximal 28 Grad zumuten. Für entsprechende Gegenmaßnahmen sollte man sorgen können.

Hierbei sollte man aber auch beachten, dass man sich selbst durch den nachtaktiven Hamster nicht gestört fühlt. Um dem vorzubeugen kann der Hamster aber nicht in einem kleinen Kämmerlein untergebracht werden, sondern sollte dort stehen, wo er am täglichen Leben seines Halters teilhaben kann. Geeignet wäre zum Beispiel das Wohnzimmer.

Außerdem gilt es, zu überprüfen, ob ein Hamster auch wirklich das geeignete Tier für einen ist. Zu beachten gilt hier die Nachtaktivität des Hamsters. Gerade deswegen eignet sich ein Hamster für Berufstätige. So hat der Hamster tagsüber seine Ruhe beim Schlafen und abends kann er beschäftigt werden.

Die Entscheidung, sich einen Hamster anzuschaffen, sollte nicht leichtfertig abgetan werden. Zuvor müssen viele Dinge für den Notfall geklärt werden. Zum Beispiel muss man jemanden haben, der sich um den Hamster kümmert, wenn man im Urlaub ist und im Krankheitsfall sollte man auch einen geeigneten Tierarzt kennen.

Was muss ich beim Kauf beachten?

Hat man für sich entschieden, dass ein Hamster das ideale Haustier ist und man dem kleinen Nager auch ein artgerechtes Heim zukommen lassen kann, kann es an den Kauf gehen.

Vor allem das Geschäft, in welchem man seinen Hamster kaufen möchte, sollte man genauestens betrachten. Wichtig ist hierbei, dass alle Tiere genügend frisches Wasser und Futter erhalten und dass Hamster einzeln gehalten werden. Die ist im Zoohandel leider nur höchst selten der Fall, so dass man beim Kauf eines Hamsterweibchens leider keine Garantie dafür erhalten kann, dass dieses nicht schon schwanger ist.

Den Hamsterkauf sollte man eher abends einplanen, damit man genügend Möglichkeiten hat, die nachtaktiven Nager zu beobachten. So wird auch der Umzug für den Kleinen weniger stressig.

Betrachtet man die im Käfig oder Terrarium lebenden Hamster, sollte man sich die Augen der Kleinen ansehen. Sind die Augen verklebt und trübe ist der Hamster wahrscheinlich bereits krank. Auch die Atmung des Hamsters sollte normal sein und in gleichmäßigen Abständen ohne ein Schnaufen von Statten gehen. Ebenso sollte man beim bewegen der Hamster darauf achten, dass diese koordiniert sein und nicht humpeln. Ein gesunder Hamster ist neugierig und lebhaft.

Einen Anhaltspunkt dafür, ob die Hamsterhaltung in diesem Zoohandel artgerecht ist, kann man auch dadurch erheischen, indem man die Verkäufer einige Dinge zur Hamsterhaltung fragt und dann darauf achtet, wie kompetent das Personal rüberkommt.

Die Fahrt in ein neues Zuhause

Nachdem man seine Wahl getroffen hat, kann es für den Hamster auf in das neue Zuhause gehen. Um unnötigen Stress zu vermeiden, wäre es ratsam, dass der Käfig bereits eingerichtet auf den kleinen Nager wartet. Die Überfahrt kann für den Hamster durch den Aufenthalt in einer Transportbox ebenfalls vereinfacht werden. Im Zoohandel bekommt man zwar eine Pappschachtel, doch darin länger als 15 Minuten auszuharren, ist für den kleinen Nager weniger schön.

Damit der Hamster sich nicht gleich so einsam in seinem neuen Gehege fühlt, kann man das Personal in der Zoohandlung bitten, etwas von dem alten Streu für das neue Heim mitnehmen zu können.

Die ersten Tage sollte man seinen neuen Freund dann in Ruhe lassen und ihm genügend Zeit zur Eingewöhnung geben. Nur so kann er später Vertrauen zu einem aufbauen. Stört man den Hamster hingegen während der Eingewöhnungszeit, kann dies entweder zur Folge haben, dass man mit einem heftigen Biss bestraft wird oder der Hamster so verängstigt wird, dass es später nur sehr schwer möglich ist, das verloren gegangene Vertrauen wieder aufzubauen.

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